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Chorfreizeit in Schönberg / Holstein

Die erste Chorfreizeit des Lübecker Mädchenchores führt nach Schönberg in Holstein.

Gleich zu Beginn der Freizeit werden wir mit der Legende  „Der Wunderbrunnen von Schönberg“ neugierig über die Gegend: 

Der Legende nach soll es in Schönberg in alten Zeiten in der Nähe der Kirche einen Wunderbrunnen gegeben haben. Doch eine tragische Geschichte rankt sich um dessen Entstehung. Denn bevor dieser letztendlich über Jahrhunderte hinweg zur Wohltat für die Bewohner wurde, brachte er Unheil über ein unbedarftes Menschenkind.

Dabei hatte der Teufel selbst seine Hand im Spiel – das kennen wir auch von Lübeck.

Der böse Geselle hatte zuvor vor der Kirche ein tiefes Loch gebohrt, um die alten Weiber, die zur Frühmesse gingen, darin zu fangen. Wie gut, dass ein frommer Mönch die Arbeiten bemerkte. Durch den Segen, den er über das Loch sprach, wurde der Teufel vertrieben. Das Loch allerdings blieb. Ein mutiger Bursche wollte wissen, ob sich unten auf dem Grund der Vertiefung wohl Wasser befinde. Er stieg hinab. Schreckensbleich kam er von seiner Exkursion zurück und berichtete von blühenden Gärten und reich tragenden Obstbäumen, in denen er allerdings das Gehörn des Teufels entdeckt hatte. Da floh der wackere Junker lieber schnell wieder aus dem Loch nach oben. Die Menschen waren zwar neugierig geworden, doch es traute sich niemand in die Tiefe hinab zu steigen. Bis auf eine halbwüchsige Deern, die zu gerne wissen wollte, wie es da unten aussah. Doch die Mutter verbot es ihr. In der jugendlichen Probsteierin aber wuchs der Wissensdurst, sie konnte ihre Neugier kaum mehr beherrschen.

Eines Tages, beim Flachsspinnen, ließ das junge Mädchen den Rocken in das tiefe Loch fallen. Nun hatte sie einen Grund, in das Loch zu steigen. Flugs kletterte die Kleine hinab, denn sie wollte ja ihr Handwerkszeug zurückholen. Stunden vergingen, doch im Brunnen regte sich nichts. Voller Leid klagte die Mutter und rief nach ihrer Tochter. Doch so sehr Mutter und Gefährtinnen auch warteten, das schöne Kind kam nicht mehr aus der Tiefe zurück. Jedoch am nächsten Tage war der Brunnen bis obenhin voll gefüllt mit frischem Wasser.

Und obgleich alle Menschen in Fülle daraus schöpften, der Wunderbrunnen soll selbst in den heißesten Sommermonaten niemals leer geworden sein.

Auch heute noch gibt es einen Brunnen in der Nähe der Kirche, ob sich dort allerdings dort der Wunderbrunnen befand, darüber kann nur noch spekuliert werden.